Helsinki

Wo waren wir all die lange Zeit? Eine berechtigte Frage, ich gebe es zu. Die letzte Woche war für Tom und mich wirklich anstrengend gewesen. Jaaaa, ihr werdet es kaum glauben, aber manchmal müssen auch Austauschstudenten für die Uni büffeln. Glücklicherweiße hat sich das relativiert, da wir nun eine Woche Ferien haben. Ungenutzt sollte diese Zeit selbstverständlich nicht bleiben, darum sind wir zusammen mit Marc, unserem kanadischen Freund, am Sonntag in der früh für einen Kurztrip nach Helsinki gefahren.

Sonntag, 17.02.2008

Die Reise sollte also um 11.00 finnischer Ortszeit beginnen, nachdem wir am Hauptbahnhof Turku, für 6€ eine Rabattkarte für öffentliche Verkehrsmittel für Studenten erworben haben. Die Fahrt nach Helsinki hat uns dann nur noch 12.50€ gekostet. Diese hat sich als weniger spektakulär herausgestellt (Foto: siehe selbst) .

In Helsinki angekommen haben wir uns auf die Suche nach unserem Hostel gemacht, was sich als weniger kompliziert herausstellen sollte, als zuvor angenommen. Mitten im Stadtzentrum gelegen und nur 23€ pro Übernachtung war dann doch eine gute Entscheidung gewesen. Den ersten Tag unseres Ausflugs wollten wir Helsinki auf eigene Faust und einfach ziellos erkunden. Vorbei an prächtigen Kirchen und stillvollen Bauten sind wir an einem der vielen Häfen Helsinkis angelangt. Nach zahlreichen Fotoaufnahmen bei doch strahlendem Sonnenschein an der Küste Helsinkis hat es uns dann doch wieder in das Stadtzentrum gezogen. Den Schluss unserer 1. Sightseeing tour sollte dann die Kirche Berghalli bilden.

Leicht fröstelnd, müde und mit leerem Magen haben wir uns für ein kleines Nickerchen (Marc: „Powernap“) ins Hostel zurückgezogen. Ja wie gesagt, hunrig! Findet mal ein, für Studenten, preisgerechtes Restaurant in Helsinki. Ihr würdet scheitern. Diese Stadt ist so abartig teuer (Vergesst München dagegen), dass es sich als Suche nach der Nadel im Heuhaufen herausgestellt hat. Schließlich sind wir im RAX gelandet. Finnische Fastfoodkette mit Buffet für 9€. Die Pizzen waren ja essbar, aber Lasagne und Co gräuslig.

Nach bescheidenem Abendessen haben wir Marc´s Kumpel getroffen, der uns dann durch diverse Bars und Pubs geführt hat. Fragt erst gar nicht nach den Alkoholpreisen. Finnland ist dafür bekannt, dass es dahingehend unschlagbar ist, aber die Hauptstadt ist die Spitze des Eisbergs :-D . Geld ade…

Montag, 18.02.2008

Montags wollten wir dann doch gezielt einige Musen und Sehenswürdigkeiten besichtigen. Die Boulevardkatu (katu bedeutet Straße im Finnischen) hat uns zur Felsenkirche Temppeliaukio geführt. Diese wurde in einem Felsen erbaut, welche eine große Glaskuppel als Dach trägt. Nachdem das finnische Nationalmuseum, die Finnland Halli, sowie das Parliament House geschlossen waren, sind wir weiter Richtung Kauppatori (Marktplatz) gezogen. Nach kleiner Stärkung am örtlichen Markt, haben wir uns dazu entschlossen, Suomenlinna doch noch an diesem Tag und nicht erst morgen zu besuchen. Suomenlinna ist eine kleine Insel vor Helsinki, die seit dem 18 Jahrhundert als wichtige Militärbasis gedient hat und im Laufe der Zeit mal von den Russen und Schweden eingenommen wurde. Die Fährüberfahrt dauert vom Kauppatori aus 15 Minuten.

Am Abend wollten wir wieder einmal neue Kneipen ausfindig machen. Zuerst sind wir in eine Bar gegangen, die sich 14 Stockwerke über dem Erdboden befand und uns einen wunderschönen Blick auf das abendliche Helsinki bot. Die zweite Attraktion ist dann die Finnlandia Ice Bar gewesen. Wirklich? Naja, 10€ Eintritt inklusive Getränk sind dann doch etwas teuer, vor allem wenn die Bar gerade einmal 6qm groß ist und eher einem überdimensionalem Kühlschrank gleicht. Eine Erfahrung ist es wert gewesen.

Dienstag, 19.02.2008

Nachdem wir um 10 Uhr im Hostel ausgecheckt haben, wollten wir für einen ersten Kaffee im originalem FAZER halt machen. Fazer ist die größte nationale Konditorei, die sogut wie alle möglichen Schokoladen, Bonbons und Kuchen herstellt. Relaxt uns gestärkt sind wir zur Orthodoxen Kirche marschiert. Nach kurzer Besichtigung ist die nächste Station auch schon die nahe gelegene Kathedrale gewesen. Als letztes Ausflugsziel dieses Tages und damit auch der Städtreise sollte es uns ins finnische Nationalmuseum verschlagen, indem wir uns auch 2 Stunden mit der finnischen Geschichte auseinandergesetzt haben. Trotz aller Sehenswürdigkeiten, sowie Bars und Nachtclubs waren wir am Ende doch froh gewesen, den 15 Uhr Zug nach Turku erwischt zu haben. Irgendwie hat sich da doch wohl ein wenig „Heimweh“ breit gemacht ;-) .

Fazit:

  • Wunderschöne Stadt mit eigenem Charm und vielen Sehenswürdigkeiten
  • Viele Pubs, Bars sowie Nachtclubs, welche sich alle von einander unterscheiden und damit einzigartig wirken
  • Schaltet in Helsinki euren rationalen Verstand aus, anders werdet ihr bei den Preisen wahnsinnig. Mein Tipp: Ausreichend Geld mitnehmen, ausgeben und danach nicht mehr darüber nachdenken :-D und das von einem Studenten und noch dazu von mir.
  • Marc, Tom, danke für einen tollen Ausflug nach Helsinki

Fotos:

Kathedrale Suomenlinna Icebar Wir

Eine Antwort zu „Helsinki“

  1. Tom sagt:

    Schön geschrieben … waren wirklich schöne Tage … *jippi*

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