Der hohe Norden – Lappland

Sooo, nach langem warten, kommt mal wieder was neues von uns. Wie vielleicht einige von euch mitbekommen haben, waren wir vom 29.01 – 04.02 in Lappland. Um auch mal bisschen was anderes als Turku zu sehen. Organisiert wurde das Ganze von der ESN (Erasmus Students Network), die hier ziemlich viel für die Austauschstudenten machen.

Ok, jetzt mal bisschen was Allgemeines zum Trip nach Lappland: Die 170,- € für den Ausflug beinhalteten die Fahrt und die Unterbringung. Ok für den einen oder anderen mag das auf den ersten Blick sehr viel Geld sein, aber der Preis war wirklich fair. Die Busreise war zwar jetzt nicht der Hit, aber dafür die Unterkunft. Wir wohnten zu siebt in einer finnischen Hütte mit Küche, Kamin und eigener Sauna. Also die Hütte war wirklich erste Sahne, besonders weil diese super ausgestattet war, komplett mit Geschirr und Gläsern, Spül- und Waschmaschine, Kühlschrank, Toaster und sogar nen Trockenschrank für nasse Klamotten ;)

Treffpunkt war am Dienstag Abend um 20:30 Uhr am Marktplatz in Turku. Bis alle, wohl um die 100 Leute, im Bus waren und das ganze Gepäck verstaut war, war es ungefähr 21 Uhr, bis wir endlich losfuhren. Nach dem es sich jeder so gut es ging gemütlich gemacht hat hieß es … abwarten … Busfahrten können ja sooo lange und sooo langweilig sein. Irgendwann haben wir dann Friends im Bus-eigenen TV angeschaut um dann nach ca. 4 Folgen doch ein bisschen Schlaf finden zu können. Aber spätestens bei der „Pinkelpause“, die wir alle 4 Stunden gemacht haben, wurde man wieder aus seinen leichten Schlaf gerissen. Um 9:30 Uhr am Mittwoch haben wir dann unser erstes Ziel erreicht: Santa Clause Village in Rovaniemi. Rrrrichtig … ja genau … da wohnt der Weihnachtsmann … gesehen hab ich ihn aber nicht, war zu faul mich eine halbe Stunde da anzustellen. Gegen 11 Uhr gings dann zurück zu den Bussen. Denn wir hatten noch ganze 2 ½ Stunden Fahrt vor uns. Gegen 13:30 erreichten wir dann unser eigentliches Ziel: Levi. Levi ist hier in Finnland so der größte Skiort, mit mehreren Liften und einigen Abfahrten. Aber Leute die im Allgäu leben oder schon mal in den Alpen beim Skifahren waren, können da nur müde lächeln ;)

1. Tag – Mittwoch, 30. Januar:
Nachdem wir angekommen waren, hieß es erstmal: Hütte finden. Nach 15 Minuten Suche haben wir schließlich unsere 6-Mann-Hütte gefunden. Ja richtig gelesen, 6-Mann – einigen fragen sich jetzt wohl, warum ich oben 7 schreibe. Hmm … die Frage ist berechtigt und ich möchte hier jetzt Aufklärung schaffen: Eigentlich war unsere Unterkunft für 6 Personen gedacht, aber da unser siebter Mann, Marc der Kanadier, in eine andere Hütte zwangsquartiert worden war, entschieden wir uns dafür, ihm eine sehr bequeme Matratze zur Verfügung zu stellen. Deswegen waren wir dann zu siebt: Kamil, Jean-Luc, Joleth, Jacquelyn, Marc, Adelin und ich.
Viel wurde an diesem Tag nicht mehr gemacht. Haben ausgepackt, was gegessen und unsere erste Sauna im neuen Heim genossen (natürlich mit Abkühlen draussen im Schnee).

2. Tag – Donnerstag, 31. Januar:
In der Früh, also gegen 11 Uhr sind wir (Jacky, Marc, Joleth und ich) zum Intersport um uns Schneeschuhe auszuleihen. Ich war ziemlich am überlegen, ob ich das meinem angeschlagenen Sprunggelenk antun soll oder nicht, aber dann siegte doch der Spass über die Vernunft. Aber um ehrlich zu sein war das gar nicht sooo schlimm, durch den weichen Schnee, wurde mein Knöchel so gut wie gar nicht oder nur ganz wenig strapaziert. Gelohnt hat es sich auf jeden Fall. War eine schöne Tour für ca. 2 Stunden. Danach war noch eine Snowmobil-Safari angesagt. Insgesamt waren wir eine Stunde mit den Snowmobilen unterweg. War zwar kalt aber ein heiden Spass. Danach stand wieder essen und saunieren auf den Plan (kann man saunieren überhaupt schreiben? – Naja egal, ihr wisst ja was gemeint ist).

3. Tag – Freitag, 1. Februar:
Am Vorabend haben Joleth und ich beschlossen, sehr früh loszuziehen, um die ersten Morgenstunden und den Sonnenaufgang mit unsere Kameras einzufangen. Marc und Jacky haben sich dann noch dazugesellt. Letzten Endes sind wir dann um kurz nach 8 in aller herrgotts früh *lacht* aus dem Haus gekommen um dann festzustellen: Sch*** es ist ja total bewölkt. Aber nun gut, wenn man schon mal voll angezogen mit den Schneeschuhen an den Beinen vor dem Haus steht, denkt man irgendwie nicht mehr daran umzukehren.
Gesagt … getan … unser erstes Ziel war der zugefrohrene See in der nähe von Levi. Sehr schön – aber für Jacky war hier dann Schluss. Sie hat sich ab hier dann auf den Heimweg gemacht. Marc hat seine Tour auf einen nahegelegenen Berg alleine fortgesetzt. Und Joleth und ich sind dann zu zweit alleine weitergezogen, durch den hohen Schnee. Und wenn ich hier von hohem Schnee rede, mein ich nicht 20 cm oder sowas, nein, sondern 1 – 1 ½ Meter. Ohne Schneeschuhe ist man hier hoffnungslos aufgeschmissen.
Ja und so bahnten sich Joleth und meine Wenigkeit den Weg durch die Schneemassen ebenfalls in Richtung Gipfel des kleinen „Berges“. Nach gut zwei weiteren Stunden sind wir dann endlich oben angekommen und haben vor lauter Freude gleich mal 200 Bilder geschossen *lacht* – Das ist halt das Problem, wenn zwei Fotobegeisterte alleine losziehen. Nun stand uns nur noch der Abstieg bevor – Und dort musste ich feststellen, das ich einfach zu schwer für diesen Schnee war. Während Joleth schön auf dem Schnee lief, marschierte ich eher durch den Schnee. Nach einer Tour von insgesamt 6 Stunden sind wir schließlich wieder in unserer Hütte angekommen.

4. Tag – Samstag, 2. Februar:
Ok, dieser Tag war für mich eher der Relax-Tag. Einfach mal nix tun. Der Rest meiner Truppe war beim Skifahren oder beim Langlaufen. Ich hab es mir dann vor unserem Kamin, schön mit Feuer gemütlich gemacht und hab gelesen. Am Abend gabs dann wieder Sauna und schönes Zusammensitzen.

5. Tag – Sonntag, 3. Februar:
Der Sonntag war auch schon unser letzter Tag in Levi. Nach dem wir unsere Cottages (Hütten) gereinigt haben, war Abfahrt um 11 Uhr. Nach nur ca 1 Stunde Fahrt erreichten wir die Renntierfarm. Dort wurden dann Renntier-, sowie Husky-Safaries angeboten. Ich und viele anderen haben sich dann für die Husky-Safari entschieden. Aber wenn ich ehrlich bin, waren die 35 € für 10 Minuten selber fahren und 10 Minuten mitfahren es nicht wert. Naja, aber ich finde man sollte sowas mal gemacht haben.
Anschließend ging es mit dem Bus zunächst nach Rovaniemi, wo wir dann kurz das LORDI-Restaurant besichtigt haben. Gegessen hat aber von uns keiner dadrin, war zu teuer und irgendwie nix besonderes. Nachdem jeder irgendwo was gegessen hat, ging es nun endgültig zurück nach Turku.
Wir erreichten Turku dann am Montag den 4. Februar um 7:00 Uhr. Leicht müde und erschöpft von der Fahrt, gings dann zurück ins Studentenwohnheim um noch bisschen Schlaf aufzuholen. Denn schließlich mussten wir um 14 Uhr wieder fit in den Vorlesungssälen unserer Uni hocken.

Resümee:
Es waren wunderschöne Tage, die glaub ich nicht nur ich, sondern Alle aus unserer Gruppe sehr genossen haben. Mit diesem „Haufen“ ist es wirklich immer super lustig …

So, das war ganz schön viel, was ich geschrieben hab. Jetzt hoffe ich mal, dass ich es jetzt auch noch schaffe, morgen die Bilder hochzuladen. Sind doch immerhin 650 Bilder geworden, die ich erst mal aussortieren muss. Also ihr könnt gespannt sein ;)

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